Essayist

Ich bin keine Schriftstellerin. Ich bin ein Essayist (generisches Maskulinum).

Der Unterschied? Schriftstellerinnen erfinden Welten. Ich erkunde die, in der ich lebe – und versuche zu verstehen, wie ich hier gelandet bin.


Mit 18 bekam ich mein erstes Kind. Mit 25 brachte ich mir Webdesign bei, nachts, wenn alle schliefen. Mit 40 überlebte ich eine Ehe, die mich hätte zerbrechen sollen. Mit 50 habe ich endlich Raum zum Atmen – und zum Schreiben.

Dazwischen: Fünf Kinder. Drei Enkel. Jahre, in denen mein Körper entschied, dass es genug ist (beiderseitige Hüftdysplasie → Coxarthrose → Hüft-TEPs, Fibromyalgie, ME/CFS – alles irgendwie bewältigt, nichts schön). Eine Karriere, die ich ohne akademische Diplome aufgebaut habe, nur mit sturer Entschlossenheit, Online-Kursen und YouTube-Tutorials. Heute leite ich ein internationales Team als Head of Support Operations. Kling hochtrabend, ich weiß, aber ich bin verdammt nochmal stolz drauf! Ich heile, ich gestalte, ich schreibe.

Ich bin viele Dinge gleichzeitig. Und ich weigere mich, mich für eines zu entscheiden.


Essays sind für mich keine Form – sie sind eine Notwendigkeit.

Sie sind der Ort, an dem ich Ordnung ins Chaos bringe. Wo ich reflektiere, was ich erlebt habe, ohne es zu romantisieren. Wo ich Fragen stelle, ohne fertige Antworten zu versprechen.

Ich schreibe über Resilienz, die nicht heroisch ist – nur pragmatisch. Über Karriere machen ohne klassische Berufsausbildung Zeugnisse. Über Wechseljahre als Befreiung, nicht als Verlust. Über Frauen, die sich in gestohlenen Stunden selbst etwas aufbauen und niemanden um Erlaubnis bitten.

Ich schreibe für Frauen, die zu viel und nicht genug zugleich sind.


Mein Schreibstil?

Schachtelsätze. Gedankenstriche – viele davon. Klammern (manchmal). Ich denke in Schichten, und ich schreibe, wie ich denke.

Ich schreibe auf Deutsch und auf Englisch, je nachdem, welche Sprache ein Essay braucht. Manche Gedanken leben nur auf Deutsch. Andere nur auf Englisch. Ich übersetze sie nicht (oder nur selektiv) – ich lasse sie dort, wo sie hingehören.


Warum „The Creative Polymath“?

Weil ich es leid bin, mich zu erklären.

Frau. Technologin. Surface Pattern Designer. WordPress-Professional. Heilerin. Führungskraft. Mutter. Großmutter. Gestalterin. Autodidaktin. Coach.

Ein Polymath ist jemand mit vielen Interessen, vielen Fähigkeiten, vielen Leben. Ein kreativer Polymath macht daraus keine Entschuldigung, sondern eine Identität.

Das hier ist mein Raum, um all das zu sein – ohne mich für eines entscheiden zu müssen.


Wenn du hierhergefunden hast, dann wahrscheinlich, weil auch du nicht in eine Schublade passt.

Willkommen.